Accountingsystem (Verkehrsflussmessungen)

Das WiN-Labor entwickelte bereits für mehrere Generationen des deutschen Forschungsnetzes WiN ein Accounting-System, um die Verkehrsflüsse innerhalb des Kernnetzes zu messen, auf Interface-Ebene zu aggregieren und für Netzplanungen und betriebliche Zwecke zur Verfügung zu stellen.

Mit der Inbetriebnahme des X-WiN als Nachfolger des G-WiNs im Jahr 2006 wurde, unter anderem aufgrund der veränderten Topologie und einem Wechsel der Router-Plattform, eine umfassende Anpassung der bestehenden Systeme vorgenommen. Es wurde eine komplette Überarbeitung der Komponenten für die Bestimmung der Topologie sowie des Routings innerhalb des Kernnetzes durchgeführt.

Momentan wird das Netflow-Accounting-System (NAS) als verteiltes System auf mehreren Linux-Servern betrieben, welche Netflow-Daten mit Hilfe von nfdump empfangen, aggregieren und in einer zentralen PostgreSQL-Datenbank archivieren. Neben einem Web-Interface für den direkten Zugriff auf die Daten durch Mitarbeiter der DFN-Geschäftsstellen werden die Daten unter anderem auch an das CNM (Customer Network Management) sowie an das interne Informationssystem des DFN exportiert.

Derzeit wird das Accountingsystem erweitert, so dass es in Zukunft auch IPv6 Netflows analysieren und auswerten kann. Außerdem ist geplant, die Fehlertoleranz des Systems zu erhöhen und Mechanismen zur „Selbstheilung” zu implementieren.

Das Netflow-Accounting-System wird mittlerweile von den Mitarbeitern der DFN-Geschäftsstelle Stuttgart betrieben, während die Weiterentwicklung des Systems weiterhin am WiN-Labor in Erlangen stattfindet.